Monchichi…

Manchmal Nachts im Innern,
hör ich ein leises Wimmern,
möcht dann so gerne in mich seh’n
um die Quelle zu versteh‘n

Sitz im Bett um in mich zu lauschen,
doch höre meist nur monotones Rauschen,
von Seufzern durchbrochen, gelegentlich
und  jedesmal mehr erschaudern sie mich.

Doch nicht nur Leid und Trauer
die aus ihnen erklingen
nein auch so viele Vertrautheiten
im Kern daraus schwingen,
ich spüre Geborgenheit
aus vergangener Zeit,
eine intensive Mischung
aus Freude und Leid.

Eines Morgens dann als ich
schlaftrunken erwachte,
mein alter zerrupfter Monchichi Teddy, plötzlich neben mir lachte.
Er trug noch seine Latzhose
wie vor mehr als 40 Jahren
und es saß noch die kleine grüne Mütze
auf den schütteren Haaren.

Diese hatte ich mit 5 Nadeln
tatsächlich selbst erstellt
und beim Gedanken daran wurde schlagartig mein Gemüt erhellt.
Woher mein Teddy nach all den Jahren gekommen war, war wahrlich völlig unklar,
doch er brachte mich zurück in meine Kindheit, unbedarft und wunderbar.

Eine federsanfte Leichtigkeit ergriff
mein Herz mit zarter Hand
und knüpfte aus der Vergangenheit
in die Zukunft sein Band.
Ich sah mich im gestern und begann mich im Übermorgen zu verstehen
und konnte mit kindlichem Forscherdrang unvoreingenommen in zeitliche Weiten sehen.

So vermochte es ein kuschelweiches
kleines Kuscheltier,
die Unbedarftheit zurück zu erwecken,
tief in mir.
Das Kind hatte sich erfolgreich
bemerkbar gemacht
und uns beide endlich wieder
im realen Leben zusammen gebracht.

Das Jammern hatte sich alsbald
praktisch gegen null nivelliert,
denn das Kind in mir nun immer wieder
nach neuen Abenteuern giert…

Wie kannst
Du Dir anmaßen Deine Ängste
über die meinen zu stellen
und ohne nachzufragen Dein Urteil
über mich zu fällen ?
Nur weil Deine Ängste
dem Mainstream entsprechen,
kannst willkürlich den Stab
über meinem Haupt
zerbrechen ?

Reifung

Wenn mich
meine Gedanken fressen,
würd ich mich so gerne
als Ganzes vergessen,
könnt dann endlich
meine
eigene
Nichtigkeit
begreifen
um eher tiefenentspannt
am Leben zu reifen
!

Zeig mich …

Bin im Außen gestrandet
und im Innen ertrunken,
in der Realität versandet und im Wunschtraum versunken.
Ich lass mich dort bleiben,
lass mich noch tiefer treiben
um mich mir zu zeigen

Ohne Worte…

Du
bist so weit weg,
doch ich kann Dich spüren,
weil uns unsere Seelen, immer wieder, zueinander führen.
Über Zwischenwelten hinweg
von dort nach hier,
gänzlich ohne Worte
kommunizieren
wir
!

Entrückt

Ich lehn mich zurück
und genieß ein Stück,
vom selbst gemachten Glück.

Hab mich hingegeben,
liebe dieses Schweben,
lass mir gerne in andere Sphären heben.

Verdunkle mich von innen,
lass mich im Leid Energie gewinnen,
mag so gern in meiner Selbst verrinnen.

Will mich im hinterletzten ich verstecken,
salzige Tränen aus mir schmecken,
und lang vernarbte Wunden lecken.

Hab die Erinnerungen empor gehoben,
mein Sein ins damals zurück gebogen,
die fast vertrockneten Essenzen aufgesogen.

Subkutan direkt
ins Gedankenfleisch gespritzt,
das Narbenfleisch frisch blutig geritzt,
die Seelenwände überhitzt.

Musikalisch untermalt beginnen
sich Bilder zu strukturieren,
die eine gänzlich verklärte
Vergangenheit repräsentieren
und ich genieße es in
Melancholie zu implodieren.

Und so registriere ich entzückt
wieder einmal ist es mir geglückt,
ich hab mich der Realitäten
mit Selbstmitleid entrückt.