Immer manchmal

Wer hält mich wenn ich allen Halt verlier,
wenn ich begeistert in dunkle Welten stier,
wer zieht mich fort von
meinem inneren Rand,
appelliert immer wieder an
meinen Restverstand ?
Wer nimmt mich an, wie ich wirklich bin,
wer gibt meinem Leben unseren Sinn,
woher lassen sich all die Energien nehmen,
die die dunklen Dämonen in mir zähmen ?
Wieviel Dankbarkeit kann man empfinden,
wenn durch die Liebe allein
alle Ängste schwinden ?

DU gibst mir alles und an manchen Tagen,
glaub ich tatsächlich DICH verdient zu haben.

Vermessen im Abseits ?

Wer legt das Mass fest, wodurch wird der Rahmen bestimmt,
wer entscheidet, welchen Ausgang es am Ende nimmt ?
Wer hält die Waage und wer lässt sie kippen,
oder wirft sie gleich gänzlich über die Klippen ?
Wem darf ich trauen, mich zu ergeben,
die Macht zu schenken über mein Leben ?
Denn wer ist tatsächlich frei von Eigennutz,
wenn er selbst vermisst den Daseinsschutz ?
Drum versuche ich soviel als möglich selbst zu verdenken,
lass mich somit doch etwas bedingter fremdlenken.
Hab es am Ende zwar nicht wirklich im Griff,
doch erkenne zumindest eher, das todbringende Riff.
Letztendlich aber doch die Ungewissheit bleibt,
was uns tatsächlich immer weiter treibt ?

Die Liebe ist´s die alles zusammen hält,
besonders dann wenn uns das Leben
ins Abseits stellt !

 

Von Henkern, Galgen und …

Zu wem kann ich noch aufsehen,
wenn niemand mehr nach unten blickt.
Weil gerade oben nur noch die
eigenen Fahnen wehen
und man vorzugsweise
die kleinen Leute fickt ?
Wenn die, die angeblich
Verantwortung tragen,
nur auf die Füllung der eignen
Taschen verweisen
und mittlerweile ganz offensichtlich wagen,
auf die ihnen anvertrauten
Schäfchen zu scheißen ?
Nicht nur traurig sondern
tatsächlich zum Kotzen,
mit welcher Arroganz man
öffentlich agieren kann,
es wird immer schwerer
der Frustration zu trotzen,
wie lange noch oder letztendlich wann…
…beglückt uns die Hoffnung auf
Karma und Gerechtigkeit,
sie können sich doch wahrlich
nicht ewig verstecken,
so kommt denn hoffentlich
bald endlich die Zeit,
dass die Henker an ihren eigenen
Galgen verrecken.
Dann dürfen Sie gern, mit starren Augen,
auf uns heruntersehen
und ihr verwesender Geruch soll
mahnend wehen
😈

Vergraben

Was kann in dieser Welt noch Sinn ergeben,
wenn alle nur noch noch dem eigenen Vorteil streben ?
Wenn die nötige Empathie nicht verstorben ist,
sondern bereits lange begraben unter dem jeweils,
individuell stinkendem Mist.

Schimäre

Die Wunde hatte sich doch schon recht gut geschlossen, es war nur noch sehr wenig Sekret aus ihr heraus geflossen, doch dann ist sie durch Dein Zutun wieder aufgebrochen, Du hast mit eitrigem Finger mitten hinein gestochen.
Jetzt breitet sich sukzessive der Wundbrand in mir aus, ich lass es gerne zu, mach mir nichts draus.
Sehe zu wie er Herz und Seele ergreift
und mehr und mehr zur Schimäre reift.
Sie darf mein Herz beschweren,
meine Seele verzehren,
die Bosheiten in mir zum Leben erwecken, ich musste sie viel zu lange tief in mir verstecken.
Letztendlich muss ich Dir dann doch wohl danken, Du hast sie niedergerissen, die künstlichen Schranken.
Doch sollten wir beide besser niemals vergessen, die Geister werden am Ende wohl uns beide fressen ….!

Über… flüssig…

Ich hab mich
auf den Weg gemacht,
mich auszuschleichen,
um geistigen Dünnschiss,
unbefruchtet, abzulaichen.
Je mehr ich erbreche,
desto mehr füllt sich das Leid,
fühl mich massiv begrenzt
in der Unendlichkeit.
Lebe mehr als flüssig weiter
um mich zu verdichten
und nehme gern in Kauf
mich dadurch selbst nicht
zu richten.