Solange…

Solange ich schreiben kann
muss ich mich nicht winden,
kann Zeile um Zeile,
immer wieder,
zurück ins Leben finden.
Solange ich schreiben kann,
kann ich mich in mir finden,
kann mit jeder Zeile
tiefer in mir
verschwinden.

Multiple Darsteller …

Wenn die Realität immer
unwirklicher erscheint,
weil tarnen, täuschen, blenden,
die Menschheit eint,
wünschte ich mir tatsächlich mehr Selbstdarstellungsqualitäten,
oder viel besser noch,
multiple Identitäten.

 

 

Mein ALLES !!!

Die Liebe, die wir all die Jahre in Dich gepflanzt haben,
estrahlt voller Energie aus Dir,
besonders in meinen dunkleren Tagen.
Du bist mein Leben, mein Sein, mein Antrieb, mein Sinn,
Dank Dir bekomme ich seit Jahren,
sogar die Vaterrolle,
einigermassen gut
hin
!

Un(be)gedacht…

Bin zurück, erneut gefangen,
war zu lange ungedacht im
Außen abgehangen,
doch die Gedanken haben mich zurückgetrieben.

Weil sie erneut viel zu tief in mich drangen,
angstschwangere Impuls konnten
erneut in mich gelangen,
so blieb ich allein und verunsichert
im Innen liegen !

Liebt los…!

Wir sind vermeintlich zurück,
Im Leben, welch ein Glück….
Doch das hat sich verändert
ein gewaltiges Stück.

Die Unbedarftheit ist verflogen,
dafür ist Unsicherheit eingezogen,
Verhältnismäßigkeiten wurden
gänzlich verschoben.

Noch mehr Ich auf dieser Welt,
kaum noch jemand der auf Wir etwas hält,
während sukzessive die
Menschlichkeit zerfällt.

Das Hauen und Stechen hat zugenommen,
der Planet ist zum Tummelplatz der Gier verkommen
und es wird zusehends, begeistert
mit geschwommen.

Doch ich will mich wehren,
lass mich nicht verzehren,
will was möglich ist verkehren.

Halte an meinen Werten fest,
bekämpfe nicht Cholera mit der Pest,
sondern fokussiere auf was lebt
und leben lässt.

Also hatten wir die Fahne hoch,
die Fahne der Liebe,
weil ohne sie alles über
den Rand hinaus triebe,
letztendlich das Leben auf der
Strecke bliebe.

LIEBT los, lasst LEBEN,
wertschätzend und respektvoll streben,
gerne nehmen, euphorisch geben.

Nicht vergleichen,
Hände reichen,
einander nicht von der Seite weichen.

Keinesfalls Hände in Schöße falten,
bis Herzen und Seelen gänzlich erkalten,
sondern agil bleiben und mit gestalten

JETZT
!

Reflexionsentkernung

Wie konnte ich mich so weit
von mir entfernen,
wer half mit mir meine Werte zu entkernen.
Oder wollte ich bewusst
zum Opfer des Mainstream werden,
mich begeistert reihen in die
Lemming-Herde !
Doch ist die Zuversicht noch
nicht gänzlich gestorben,
hab ich mir in der Reflexion zumindest
ein wenig Hoffnung
erworben.

Musikalischer Probenzorphin-Rausch

Ich mach die Augen zu und lass mich treiben,
lass mein Hirn zerlegen
in Gedanken freie Scheiben,
schwebe hinfort in federleichter Federleichtigkeit,
um abzuschütteln jegliches Seelenleid.
Merke wie ich durch die Musik entgleite
alles Reale entfernt sich in unendliche Weite.
Alle Sorgen des Tages lösen sich auf,
die musikalische Sedierung nimmt ihren maximal entspannenden Lauf.
So ist im Fentanyl des Basses,
im Propofol der Noten,
einer Prise melodischem Ketamin,
um alle Möglichkeiten auszuloten
und im Gesang des Benzodiazepin
rezeptfreie, nebenwirkungslose
Entspannung geboten.
Und so erreichte ich abermals,
morphinfrei den Übergang,
bis keinerlei Wirklichkeit mehr
in mein Bewusstsein drang.
Erschöpft aber entspannt
hatte ich mich weggeschossen
und bin erneut in einer
selbst gebastelten Subtilität
zerflossen.