Eisnixen / 4ter Teil des Horrorgedichtes

Als wir von einer eisigen Bleibe
zur nächsten zogen,
der metallische Blutgeruch
war kaum verzogen,
hielt mich stets möglichst nahe bei Ihr auf,
in der Hoffnung unser Schicksal fand, irgendwie seinen Lauf.

Fast jeden 3 Abend
mussten wir weiter ziehen,
vor den Menschen
und Ihrer Rachsucht fliehen,
irgendwann war eine der Kreaturen
schwach geworden
und konnte aus Mitleid Ihre Beute,
partout, nicht ermorden.

Und so konnte es zum ersten Mal
seit vielen Generationen geschehen,
eine Eisnixe ward von
einem Überlebenden gesehen,
dieser hatte sich geschworen grausame Rache zu nehmen
und auch der Hass meiner eigenen Familie war nicht mehr zu zähmen.

Nachdem sie zuerst dachten
es wäre ein Unfall gewesen,
ließen sich kurz darauf die Mutmaßungen
in der Zeitung lesen.
Und nachdem meine Leiche
niemals zu finden war,
stellten sich ihre Realitäten nun different dar.

So hatten sie sich
all den anderen angeschlossen
und das erste Blut ward bereits vergossen.
Sie hatten eine der Nixen, nachts,
am See ergriffen
und direkt am angrenzenden Kiesweg
zu Tode geschliffen.

Die so enthäutete Leiche ließen Sie am Seerand liegen,
sollten sich die verbleibenden Monster
durch ihre eigene Angst besiegen.
Doch am Ende konnte diese Brutalität
keinen Effekt generieren,
denn es ließ sich nur aus den menschlichen Körpern die nötige Energie extrahieren.

Und so setzte sich
ein blutiger Kreislauf in Gang,
auf der einen Seite aus Hass,
auf der anderen aus Zwang.
Und obwohl ich mich noch immer teilweise menschlich empfand,
war mir gänzlich nicht klar
auf welcher Seite ich stand….

 

Tbc

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert