Verfeilt

Manchmal feil ich mir
melancholisch die Wahrnehmung stumpf
um euphorisch zu ertrinken, im süßlich zähen Seelensumpf.
Erst lasse ich in mir zarte Nebel entstehen,
um die Dinge um mich herum, nicht mehr wirklich klar zu sehen.

Dann mag ich mir die Emotionen in Salz einweichen,
bis die Tränen zaghaft beginnen auszuschleichen.
Irgendwann dann endlich bleibt mir keine weitere Wahl
und ich ergebe mich begeistert der beschworenen Qual.

Verliere den Halt und lass mich treiben,
will es reißen fühlen in meinen Eingeweiden.
Um in warmer, feuchter Dunkelheit unterzugehen
und aus dem Sud des Selbstmitleids wieder neu zu entstehen.

Wie aus einem Cocoon kann ich dann dem alten Fleisch entsteigen
um mich dem Leben gegenüber wieder angemessen
dankbar zu zeigen

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