Kurzgeschdicht 1

Im Leben
boshaft und von Neid zerfressen,
war sein Keller am Ende mit Leichen gefüllt,
von Macht und Besitztümern
krankhaft besessen,
hatte er bis zum Schluss
kein Verlangen gestillt.
So war er sang und klanglos
aus dem Leben geschieden,
so nackt wie er einst geboren ward,
in den letzten Stunden alleine,
man hatte ihn gemieden,
lag er letztendlich hölzern und hart.
Seiner Seele allerdings
hatte man sich angenommen,
die Dämonen des Karma
wollten sie gerne verspeisen,
so hatte er was er verdiente bekommen
und sollte geläutert vom Leben
in die Tiefen reisen…

4 Comments Kurzgeschdicht 1

  1. Sanni 27. April 2022 at 22:27

    …jeder bekommt, was er „sich erarbeitet“ hat 😉🙏🙂

    Reply
    1. Matthias Vago 27. April 2022 at 22:28

      Idealerweise JA 👍

      Reply
  2. Maria 28. April 2022 at 5:54

    Das erinnert mich ein wenig an Ebenezer Scrooge. Nur dieser hat durch die Geister noch die Kurve bekommen…

    Reply
    1. Matthias Vago 28. April 2022 at 6:10

      Ist mir beim Schreiben auch durch den Kopf gegangen 😀

      Reply

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