Keim-Krieg

Ich will mich zerlegen,
um mich neu zu erfinden,
um mein Denken von eingefahrenen
Ritualen zu entrinden.
War der Wiederkehr der Monotonie
zu lange nachgehangen,
hatte mein Sein in Lethargie und Statik gefangen.
Nun ist alles neu und ich
mag mich nicht mehr kennen,
kann meine Werte kaum noch
beim Namen nennen.
So rudere ich nun Stück für Stück
für Stück für Stück,
verängstigt wie ein kleines Kind, in mein
bekanntes Leben zurück.
Denn ehrlicherweise war ich selten recht spontan,
fehlte es mir auch seltenst an Energie oder Elan,
doch Experimentierfreude war mir nie gegeben,
ich wollte und will so gern in Sicherheiten leben.
So ziehe ich mich, am Ende, gerade
in diesen ungewissen Zeiten,
in alte Verhaltensmuster zurück, die mich vermeintlich komfortabler leiten.
So konnte abermals die Angst in mir siegen
um Das Aufbegehren in mir
im Keim zu bekriegen.

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