Dionysischer Appetit

Ausgeblutet
hab ich mich neu befüllt,
mich warm und feucht in blutige Watte gehüllt.
Herz und Seele haben das Rot angenommen,
endlich bin ich im tiefsten Ich angekommen.
Will dort bleiben und mich an mir überfressen,
denn ich hatte meinen eigenen Geschmack vergessen.
Fremde Eindrücke, geistig zu fett und schwer zu verdauen,
sollten mir dauerhaft die Selbstwahrnehmung gänzlich verbauen.
Nun hab ich endlich wieder Lust an mir empfunden
und werde nicht mehr enden,
mich euphorisch selbst zu verwunden.
Möge der Appetit zur Sucht mutieren,
dann kann ich an und in mir
dionysisch kollabieren.

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