Seelenfleisch

In mein Seelenfleisch sollst du dich fressen,
so darf ich mich an mir selbst vermessen.
Genieße die Zeit in mir, mit mir ganz allein,
du schenkst mir mein reinstes Herzblut ein.
Will nicht gefallen, muss nicht funktionieren,
kann mich lüstern an mir selbst sezieren,
Strahle tief und dunkel in mich hinein,
darf geistesklar mit mir verbunden sein.
Sterbe all die Tode die ich lange ersehnte,
die der Dämon in mir salzig ertränte.
Alsbald im eigenen Wundfeuer verbrannt,
werden so all die Nebel des Alltags gebannt.
Um in der Klarheit meines Seins
meinen Sinn zu erkennen
und die eigene Belanglosigkeit
beim Namen zu nennen.
Kann mich endlich in allen Fasern entblößen,
um mich in Demut und Dankbarkeit aufzulösen.

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