Widerstand 3.0

Manchmal kann ich euch tief in mir spüren,
dann wollt ihr mich erneut verführen.
Wollt mich meines eigenen Denkens berauben,
gaukelt mir vor, ich darf an euch glauben.
Singt die alten Lieder und
durchdrängt meinen Geist
und ich spüre wie meine Disziplin
sukzessive entgleist.
Beginne erneut, mich nach euch zu sehnen,
möchte mich gerne wieder in
euch sicher wähnen.
Berauscht, betäubt, entfernt der Welt,
in der es um mich, vermeintlich,
nicht gut bestellt.
Mag mich dem Nebel ergeben,
der mich schmerzfrei scheint,
dem Geist so fremd mit keinerlei Körper vereint.
Dank euch kann ich mich in
die weichsten Betten legen,
um meine Superkräfte, vorübergehend,
zurück zu pflegen.
Doch bin ich mir sehr wohl
euren Fratzen bewusst,
die immer hässlicher werden, von Lust zu Lust.
Denn ihr habt mich in
vielen Dingen aufgerieben,
mich durch die Sucht nach euch
an den Abgrund getrieben.
Hab ich doch in früheren Leben
euer Elend erfahren,
konnte mich so oft, nicht
vor eurem Drängen bewahren.
Um so stolzer bin ich nun,
über euch zu schreiben,
ohne weiterhin grausam an euch zu leiden.
Nur die Sucht nach der Liebe ist mir geblieben,
alle anderen konnte ich erfolgreich
zur Seite schieben.
Beziehungsweise hat die Liebe sie verdrängt,
in einem der hintersten Winkel in mir versenkt.
Von wo sie immer wieder einmal
nach mir gieren,
doch ich werde diesen Kampf hoffentlich niemals wieder verlieren.

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