Vermessen im Abseits ?

Wer legt das Mass fest, wodurch wird der Rahmen bestimmt,
wer entscheidet, welchen Ausgang es am Ende nimmt ?
Wer hält die Waage und wer lässt sie kippen,
oder wirft sie gleich gänzlich über die Klippen ?
Wem darf ich trauen, mich zu ergeben,
die Macht zu schenken über mein Leben ?
Denn wer ist tatsächlich frei von Eigennutz,
wenn er selbst vermisst den Daseinsschutz ?
Drum versuche ich soviel als möglich selbst zu verdenken,
lass mich somit doch etwas bedingter fremdlenken.
Hab es am Ende zwar nicht wirklich im Griff,
doch erkenne zumindest eher, das todbringende Riff.
Letztendlich aber doch die Ungewissheit bleibt,
was uns tatsächlich immer weiter treibt ?

Die Liebe ist´s die alles zusammen hält,
besonders dann wenn uns das Leben
ins Abseits stellt !

 

Von Henkern, Galgen und …

Zu wem kann ich noch aufsehen,
wenn niemand mehr nach unten blickt.
Weil gerade oben nur noch die
eigenen Fahnen wehen
und man vorzugsweise
die kleinen Leute fickt ?
Wenn die, die angeblich
Verantwortung tragen,
nur auf die Füllung der eignen
Taschen verweisen
und mittlerweile ganz offensichtlich wagen,
auf die ihnen anvertrauten
Schäfchen zu scheißen ?
Nicht nur traurig sondern
tatsächlich zum Kotzen,
mit welcher Arroganz man
öffentlich agieren kann,
es wird immer schwerer
der Frustration zu trotzen,
wie lange noch oder letztendlich wann…
…beglückt uns die Hoffnung auf
Karma und Gerechtigkeit,
sie können sich doch wahrlich
nicht ewig verstecken,
so kommt denn hoffentlich
bald endlich die Zeit,
dass die Henker an ihren eigenen
Galgen verrecken.
Dann dürfen Sie gern, mit starren Augen,
auf uns heruntersehen
und ihr verwesender Geruch soll
mahnend wehen
😈

Vergraben

Was kann in dieser Welt noch Sinn ergeben,
wenn alle nur noch noch dem eigenen Vorteil streben ?
Wenn die nötige Empathie nicht verstorben ist,
sondern bereits lange begraben unter dem jeweils,
individuell stinkendem Mist.

Schimäre

Die Wunde hatte sich doch schon recht gut geschlossen, es war nur noch sehr wenig Sekret aus ihr heraus geflossen, doch dann ist sie durch Dein Zutun wieder aufgebrochen, Du hast mit eitrigem Finger mitten hinein gestochen.
Jetzt breitet sich sukzessive der Wundbrand in mir aus, ich lass es gerne zu, mach mir nichts draus.
Sehe zu wie er Herz und Seele ergreift
und mehr und mehr zur Schimäre reift.
Sie darf mein Herz beschweren,
meine Seele verzehren,
die Bosheiten in mir zum Leben erwecken, ich musste sie viel zu lange tief in mir verstecken.
Letztendlich muss ich Dir dann doch wohl danken, Du hast sie niedergerissen, die künstlichen Schranken.
Doch sollten wir beide besser niemals vergessen, die Geister werden am Ende wohl uns beide fressen ….!

Über… flüssig…

Ich hab mich
auf den Weg gemacht,
mich auszuschleichen,
um geistigen Dünnschiss,
unbefruchtet, abzulaichen.
Je mehr ich erbreche,
desto mehr füllt sich das Leid,
fühl mich massiv begrenzt
in der Unendlichkeit.
Lebe mehr als flüssig weiter
um mich zu verdichten
und nehme gern in Kauf
mich dadurch selbst nicht
zu richten.

Verbrannte Seele

Will endlich keine Details mehr erkennen,
um mir nicht weiter die Seele zu verbrennen.
Muss und darf Dinge nicht mehr glauben,
die mir erst den Verstand und dann den freien Willen rauben.
Mag nichts mehr haben,
nur zusätzliche Dankbarkeit,
denn alles was ich brauche,
steht lange schon bereit.
Ehrliche Liebe, erwachsen
in den harten Zeiten,
konnte uns den Horizont
des Miteinander weiten
und uns in den Level des wahren Wir leiten.
So bleib ich vor allen Dingen
und besonders konzentriert,
auf die Wärme die sich aus unserer liebevollen Wertschätzung generiert.
Sollen um uns herum Wahnsinn und Egoismus auch überhand nehmen,
unsere Verbundenheit lässt nicht zu,
dass sie uns und unsere
verbunden Herzen
lähmen

Alles ist möglich …

Es ist alles möglich, weil schon
lang nichts mehr geht,
denn völlig unabhängig von Ahnung,
alles fällt oder steht.
Ziemlich nah am Rand scheint
nun der Anfang zu liegen
denn wer alles verliert,
der mag alsbald siegen.
Aus dem Überfluss kann so
endlich Energie entstehen,
wenn sich Selbstverständlichkeiten
nicht mehr gegeben sehen.
Also lass ich mich mit vorfreudigem
Graus darauf ein,
alsbald ein „zerstörter“ Entwickler zu sein.
Doch ein bitterer Geschmack scheint meine Seele zu durchfließen,
weil Ausnahmen anderswo
einen Nutzen daraus genießen.
So möge es denen, die nicht im gleichen Boot mit all den andern reisen,
die zum Bersten gefüllten Krägen
möglichst qualvoll zerreißen

Börsenhandel 2.0

Ich will mich ent(b)ehren um mich
würdig zu erweisen,
denn stets konform darf ich mich
zwingen zu entgleisen.
Werde ausbrechen um der Norm
zu versprechen,
Ungefragtes wird sich auf Dauer
sicher rächen.
Muss mich perfektionieren
um kein Meister zu werden,
darf endlich abheben um mich
vollends zu erden.
So mag ich mich gern einen
versklavten Befreiten nennen
um im Untergang all die neuen
Möglichkeiten zu erkennen.
Greife dank meiner Passivität
beim Abriss aktiv ein
und betrinke mich euphorisch
an vergiftetem Wein.
Der an Börsen gehandelt
zum Luxusartikel mutiert,
damit er die Gier ganz weniger glanzvoll ziert.
Mit mir selbst im Reinen
soll ich dann verenden,
um mich nicht weiter meiner
selbst Willen zu verschwenden.