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Erloschen

Ich tanze für andere mit
zerschmetterten Beinen,
denn ich bin schon lang mit mir
aus allem Reinen.
Mal im Drehen wirre Kreise
mit meines Herzens Blut,
verspüre kaum Kraft,
geschweige denn Mut.
Hab mich meiner selbst Willen neutralisiert, mir alle Emotionen aus dem Sein seziert.
So (ver)wahre ich nach außen
den trügenden Schein,
um in mir mein eigner
Seelenmörder zu sein.
Sitze verschüttet in meiner
selbst gegrabenen Gruft
und berausche mich am
eigenen Verwesungsduft.
Ertrunken in Tränen,
mag ich mich endlich sicher wähnen.
Denn versalzen in mir,
erlischt tatsächlich jegliche Gier.

Verfragt

Wie weit müssen wir uns zeitlich und räumlich trennen,
um uns am Ende einander wirklich nah zu nennen ?
Welche Oberflächlichkeiten dürfen wir besingen,
um endlich in wahre Tiefen vorzudringen ?
Welche Wahrheiten dürfen wir maximal verbiegen,
um den offenkundigen Lügen nicht zu erliegen ?
Welche Werte sollten wir zum Schleuderpreis verkaufen,
um uns endlich meistliebend zusammen zu raufen ?
Wann werden wir endlich unsere Realitäten verstehen,
um nicht mehr neidvoll in gefakte Nachbarwelten zu sehen ?
Wodurch werden wir final unsere Ränder zentrieren,
um unseren Kern nicht dauerhaft mit Bullshit zu flankieren ?
Welche Fragen muss ich am Ende immer wieder stellen,
um mir den Geist durch dunkle Nebel zu erhellen ….

Verschenkt

Wenn ich die Leichtigkeit der Schwere
zunehmend, bewusst, in mir vermehre,
lassen sich meine Ängste
gewichtig versenken,
um mich federleicht
der Melancholie
zu schenken.

To be continued…?

Als die Saat in mir aufging
um mich von innen zu verzehren,
konnten sich kurz darauf zudem
die Dämonen vermehren.
Sie frassen mein Herz
um meine Seele zu schwärzten
und ergötzten sich mehr und mehr
an meinen qualvollen Schmerzen.
Als sie endlich von mir abließen
um neue Nester zu bauen,
konnten sie auf meine
schwindende Gegenwehr vertrauen.
So konnten sie mich im eignen Blut ertränken
um mir gleichzeitig
neues Leben zu schenken,
denn je grausamer sie in mir wüteten,
desto schneller Ihre Nachkommen brüteten.

Wieviele Ihrer dunklen Generationen,
wohl mittlerweile bereits tief in mir wohnen?

Seelenfetzen

Zuviel gerissen,
zu wenig gepflegt,
zu heftig verschlissen,
fälschlich geprägt.

Zu intensiv gelassen,
zu schamlos benutzt,
Farben verblassen,
Reinheit beschmutzt.

Zu kümmern vergessen,
einfach weiter agiert,
Fehlinformationen aufgesessen,
das Eigensein vollends dezentriert.

Schaden genommen,
Heilung verdrängt,
Risse bekommen,
in eiserne Rahmen gezwängt.

Den eigenen Freiraum aufgehoben,
zu oft in andere Lagen versetzt,
die eigene Seele zu oft bei Seite geschoben,
gehetzt, verletzt, in Stücke zerfetzt.