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Gedankensturm

Im Sturm meiner Gedanken bin ich abgehoben,
dabei hat mir die Energie die Seele verschoben.
Geteilt, gespalten, in der Wahrnehmung zerpflückt,
hat mich der Geschmack ihres Blutes dieser Welt entrückt.
An den ungezählten Wunden ließ ich mich betrinken,
um mich in Leiden fremder Universen einzuklinken.
Hab mich tot geweint in ihren Ungerechtigkeiten,
so erfuhr ich Absolution gänzlich differenter Seiten.
Die Spur der Seelenfetzen hab ich am Ende nicht mehr gefunden,
so leb ich seelengeteilt weiter, an ungezählte Realitäten gebunden.

Gelegentlich

Im Wahn
konnte ich nun endlich
die überflüssige Ruhe finden,
ließ meinen Geist verschwimmen
um ihn in Klarheit zu erblinden.
Konnte mir die Seele häuten
um sie vom Schlamm zu befreien
und konnte mir heilige Gedanken
tatsächlich entweihen.
All die überflüssigen Gefühle
wollte ich aus mir schneiden,
um emotionsverstorben
völlig neue Level zu erleiden.
Hab mich satt getrunken
an meines Herzens Blut
und verschluckte mich zärtlich
an der erstickenden Wut.
Ließ mich am Ende zum Ursprung treiben,
um mir die Dankbarkeit
tief unter die Haut zu reiben.
Vermochte mich somit im Innen,
leise zu massakriert,
um mir im Aussen die multiplen Persönlichkeiten zu maskieren.
So schlendere ich nun kriechend
durch mein Sein
und lade nur gelegentlich jemanden
in mein persönliches
Blutbad
ein.

Von Fellen, Ohren und….

Ich will noch tiefer in mein Innerstes fliehen, um mir im Stillen das Fell
über die Ohren zu ziehen,
denn ich habe mich dieser Welt entlebt,
weil sie gänzlich konträr meiner Werte strebt.
Mich anzupassen konnte ich
nicht mehr wagen,
will mich lieber zeremoniell
in mir zu Grabe tragen.
Tatsächlich habe ich niemanden eingeladen, mag mir ungestört möglichst
phantasievoll schaden.
So werde ich all meine gespaltenen Seelen,
in meiner privaten Folterkammer quälen,
zu keiner Zeit werde ich
dieses Grauen bereuen,
jeder Schrei aus mir soll mich erfreuen.
In der Hoffnung es ließe sich daraus Reinigung generieren,
muss ich mich nicht mehr retten sondern
darf mich verlieren.

Offenbarte Verschlusssache

Ich will mich verschließen
um mich Euch zu offenbaren,
denn ich darf Euch keinesfalls
vor mir bewahren,
kann mich tatsächlich hassen
um Euch noch mehr zu lieben,
beschließe den inneren Waffenstillstand
um mich blutig zu bekriegen.
Metzle mich nieder um wiederzukehren,
reduziere in mir Gedanken
um sie aus mir zu vermehren,
muss mich diffamieren um mich zu verehren,
kann mich endlich in liebevoller
Leichtigkeit beschweren.
Mag mich gerne opfern um Euch zu erfreuen,
will diesbezüglich keinen Hieb
an Herz und Seele bereuen.
Ich mag ausschließlich leben
um für Euch zu sterben
doch darf Euch meine Attribute
keinesfalls vererben…!