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Zeilenreflexionen

Ich muss schreiben
um mich selbst zu verstehen,
denn den Sinn in mir kann ich
oft nicht ersehen.
In Zeilenreflexionen lassen sich
dann Mutmaßungen binden
und Ab und Zu entsprechende Halbwahrheiten finden.

Offenes Buch der sieben Siegel

Ich kann feindlich agieren
um einen Freund darzustellen,
das Gegenteil hat mir niemals
jemand beigebracht,
Emotionen so herrlich nivelliert
in höchsten Wellen,
haben mich stets durchschaubar gemacht.
Also bleibe ich ein offenes Buch
mit mehr als sieben Siegeln,
lesbar für jene die
ernstes Interesse daran haben,
doch bin kaum fähig mich gegen
die wahren Feinde abzuriegeln,
die aus reiner Bosheit
in dunkelste Tiefen graben.
So lauf ich stets Gefahr
meine dunkelste Transparenz
zu offenbaren,
offenliegend, fragil im Innersten verkernt,
doch manchmal erfreut mich
die Unfähigkeit sie nicht zu bewahren,
habe ich doch so viele liebe Menschen dadurch kennengelernt…

Behastet, entrastet…

Fühl mich
so entspannt,
es stresst mich fast,
genieße die Leichtigkeit
doch ergebe mich der Last,
forciere voll Euphorie die Hast,
geh letztendlich auf
in erzwungener
Rast

Verschlossen

Hab meinen Geist
auf Reisen geschickt,
um mich in mir möglichst
fest einzuschließen,
so wird mein Ganzen fein geflickt,
kann endlich in all seine Teile zerfließen.
Wird sich materialisieren um sich aufzulösen,
willentlich entgegen dessen was ich bin,
erwecke all die Kräfte, die niemals dösen
und nehme den Schläfern jeglichen Sinn.
Erwache erschöpft aus dem Innersten Kern,
seine Weitläufigkeit schenkt mir luftige Enge,
bin nah am Abgrund, war selten
dem Absprung so fern,
doch ergebe mich kämpfend all der unbefangenen Zwänge.

Alte Liebe rostet nicht…

Ich hatte Dich nicht vergessen, Du warst nur versteckt,
doch glücklicherweise hab ich Dich wieder entdeckt.
Kein Wunder unsere Liebe war groß und Sie darf es wieder sein,
denn Du dringst in längst vergessene Fasern meiner Vergangenheit ein.

Die Zeit scheint richtig gewählt, denn ich bekomme wieder Lust
mich auseinanderzusetzen,
selbst gesteckte Regeln und fremdbestimmte Normen
ganz bewusst zu verletzen.
Yehaaa… DU hast mich wieder erweckt
und mir gezeigt welche Energie in unserer Verbindung steckt.

Lass uns denken, endlich wieder… revolutionär
und exzessiv leben im Selbstverzehr,
in einer Welt die sich ganz bewusst selbst zerlegt,
lebte ich viel zu lange, viel zu gepflegt !

Volle Kraft voraus, mit 180 an die Wand,
Hirn auf null, völlig frei von jeglichem Verstand,
nur Gefühl, gänzlich geköpft,
werden alle Essenzen der Lebensenergie
bis zum letzten Tropfen ausgeschöpft…

Doch allein beim Tanz stoße ich bereits an meine Grenzen,
dies liegt wahrscheinlich an den fortgeschrittenen Lenzen,
oder an den alkoholischen Komplettabstinenzen…

Für Pogo fehlt mich mittlerweile ganz klar die Agilität,
doch die Lust auf Bewegung nachwievor besteht.
Also lass ich mich von den Klängen treiben, mag zumindest
hektisch mit dem Köpfchen nicken
und hab zumindest keine Scham davor, es könnte mich dabei
jemand bekanntes erblicken.

Und so hab ich den revolutionären Punker fast schon maximal ausgelebt
und mich nach 10 min völlig erschöpft, regenerierend
zurück auf mein Sofa gelegt.
So konnte sich meine alte Liebe zum Punk von Neuem beleben….
doch meine Gliedmassen derzeit in komatösen Sphären schweben.

Zumindest gedanklich bin ich doch jung geblieben
und hab es heut wiedermal so richtig böse ans Limit getrieben.
Fürchterlich böser Bube… ich !

Furcht

Manchmal fürchte ich mich vor dem,
was meinem Kopf entspringt,
weil irgendetwas dunkles
in den Gedanken mitschwingt