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Pflicht und Kür

Jedes dagegen hat auch ein dafür,
dies zu erkennen entspricht wohl der Kür,
doch sind wir zu sehr beschäftigt
mit der Pflicht,
ergibt sich diese Sicht der Dinge
oftmals nicht.

Der Gang des Lebens

Ich lass mich verkommen,
um an Schönheit zu gewinnen,
halte Zeiten fest, die mir
zwischen den Fingern verrinnen.
Am Ende muss ich Gefallen daran finden,
sukzessive aus diesem Leben zu verschwinden

Verstand

Vieles was
wir täglich sehen,
möchte ich nicht
wirklich verstehen
Deshalb, wenn
die Tage oftmals verwehen,
will ich bewusst erst gar nicht bestehen.
Denn ich wurde erschaffen
um zu vergehen

Nachtverdichtung

Während
die Zeit verrinnt
halte ich inne,
weil ich unaufhaltsam verlierend
tatsächlich gewinne,
denn am Ende ist das,
was nicht übrig bleibt,
die Energie die uns
stetig weiter
treibt

Verstellt

Du hast mir die Augen geöffnet
und ich dank Dir dafür,
ab sofort maßgeblich „Pflicht“
und nur im „Ernstfall“ die „Kür“.
Stell mich endlich neu auf,
lass ihn geschehen „meinen Lauf“

Gradwanderungen

Immer dann wenn sich die eiserne Seelenjungfrau schließt
und sich mein reinigendes Blut aus Ihrem gnadenlosen Körper ergießt,
kann das Folterspiel von vorn beginnen
und ich werde am Ende stets gewinnen.
Beflügeln mich auch der Umwelt Dämonen und Geister,
bin doch stets ich selbst mein eigner Foltermeister.
Bestimme sowohl die Werkzeuge der Qualen als auch die Intensität
und auch den Zeitpunkt wann mein Inneres nach Erlösung fleht.
Oftmals mag ich mich gerne an Gedanken erhängen,
wenn mich mediale Reize förmlich dazu drängen.
Am besten erfühlen lässt sich mein Schmerz der Welt,
wenn meine Seele auf dem Scheiterhaufen zu Asche zerfällt.
Unrecht im Umfeld meiner Sinne lässt sich ideal erspüren,
wenn mich die Dämonen der Bosheit, dem Seelen Schafott entgegen führen.
So lässt all das Übel der Menschen meine Fantasie erblühen,
ihre Verdorbenheit bringt meine Kreativität zum Glühen.
Ausgeweidet, zerstückelt, verbrannt,
keine innere Folter bleibt je unbekannt.
Und doch lindert die kleinste wahrlich menschliche Kleinigkeit,
jede Folter, jede Qual, nahezu jedes Leid.
So lasse ich mich gerne heilen von dieser Art der Besonderheiten
denn wenn mich Qual, Erlösung und Liebe gleichermaßen begleiten,
kann ich meinen bitter süßen Weg des Lebens, nur zu gerne weiter beschreiten !