Posts tagged Trauer

Alltag

Die Relationen wurde nicht verschoben,
sie wurde definitiv komplett aufgehoben.
Frankfurt Abend 12 gegen 3,
bewaffneter Raubüberfall,
da ist doch nichts dabei.

Erst wenn Menschen sterben greift man ein,
vorher kann man doch
noch recht gelassen sein.
Lapidare Aufarbeitung im Alltagsgeschehen,
so kann die Welt in Desinteresse
und Überforderung untergehen.

Muss enden denn ich muss mich
wie Max Lieberman entleeren,
in der Hoffnung Herz und Seele so zu entschweren !

Wenn mich die Trauer erfasst mag ich nur zu gern in ihr verschwinden,
denn die Tränenbrücke kann kurzfristig unsere Welten verbinden.

 

Wortlose Angst…

Manchmal ist es so schön entspannend wenn es richtig schmerzt,
wenn die zerstückelte Seele
mich leidend herzt.
Wenn sich mein massakriertes Ich die Wunden leckt
alles bitter süß nach
getrockneter Blutung schmeckt.

Wenn ich mir am liebsten das Herz aus der Brust reißen wollte
damit es vor mir in
eine knöcherne Schale rollte,
eingelegt alsbald in eine Mischung
aus Angst und Wut,
um dampfend zu mumifizieren
in rot-weißer Glut.

Nichts mehr was mehr Sinn ergibt
in dieser kranken Welt,
alle ethischen Werte auf den Kopf gestellt,
ich würd so gerne kotzen
doch der Brechreiz bleibt aus,
bleibt bereist im Ansatz stecken,
vor Abscheu und Graus.

Die Erlebnisse der letzten Stunden haben mich innerlich vergoren
und ich hab alsbald vor lauter Angst, jegliche Hoffnung verloren…
Doch sollte das Unheil noch näher kommen,
wird für nichts und niemanden mehr Garantie übernommen …

…dann werde ich selbst beginnen, Schmerz zuzufügen und nicht eher ruh‘n
um letztendlich der Gerechtigkeit
Genüge zu tun.

Grenzen / Wortfacetten

Ganz sicher werden Einzelne, weiterhin, massiv, die Menschlichkeit verletzen 
und uns bleibt dabei nur,
durch gelebte Liebe, Grenzen zu setzen.
Denn selbst damit zu beginnen
die Messer zu wetzen, 
kann niemals dabei helfen,
das Leben an sich, wertzuschätzen,
es wird vielmehr alles weiter
in die falschen Richtungen hetzen,
um letztendlich die wichtigsten Werte,
noch weiter zu zersetzen!

Wolken Seelen

Wenn ich in den Himmel sehe,
ich viele Dinge… einfach besser verstehe!
Denn Ihr könnt mir immer wieder Hinweise geben
oder Richtungen empfehlen um bewusster zu leben.

Eure Wolken Seelen kann ich einzeln zwar nicht benennen,
aber definitiv Eure expliziten Zeichen erkennen.
So seid Ihr immer um uns und in unseren Herzen
und Euer Verlust verursacht somit, viel weniger Schmerzen.

Drum liebe ich die Wolken auch so sehr
und Eure Zeichen darin noch umso mehr!
Inspired by edlepoesie🙏🏼

Du tust mir weh…

Wunde heile, Narbe bleibe…

Du tust mir weh und es tut mir gut,
denn was mich quält, gibt mir den Mut.
Die Erinnerung an Dich, raubt mir die Kraft,
doch gleichzeitig sie in mir neue Energien erschafft.

Versuche nicht in der Vergangenheit zu leben,
sondern eher in Deinem Sinne…in die Zukunft zu streben.
Als Du uns verlassen hast ist etwas in mir erfroren,
doch Du hast mich seitdem, wiederholt, neu geboren.

Die Wunde verheilt und eine Narbe soll bleiben,
drum lass ich mich, manchmal, sehr gern, von der Trauer treiben.
In diesem Moment bist du mir nah, einfach unmittelbar,
drum ist diese Schwermut manchmal, ganz wunderbar.

Immer in unseren Herzen

Romolo Vago

Über 40 Jahre fehlst Du nun schon,
was magst Du denken, über Deinen Sohn?
Erinnern kann leider nur wenig ich mich,
doch in meinem Herzen trage ich Dich.

Ich war und bin ein Stück von Dir
und manchmal erkennt Dich jemand in mir,
Ich selbst vermag dies leider, letztendlich nur zu spüren,
denn egal wie weit zurück meine Gedanken mich führen…

Zu jung war ich leider, als es passierte,
das Leben uns auf getrennte Wege führte.
Erst im Alter von 20, 16 Jahre danach,
hakte mein Hirn erstmals richtig nach.

Begreifen kann ich es selbst heute noch nicht
und verfasse auch erstmals darüber ein Gedicht.
Letztendlich ist es geschehen und real,
das Leben ist nun mal grausam und brutal…

Denn nie bekam ich die Gelegenheit,
Dich zu erleben und Dich altern zu sehn,
wir hatten gemeinsam nur sehr begrenzte Zeit,
denn viel zu früh musstest Du von mir geh’n

Und trotzdem fühle ich Dankbarkeit in mir,
denn vieles verdanke ich tatsächlich nur Dir.
Meine wohl bekannte …Impulsivität,
auch wenn Sie mir manchmal im Wege steht.

Die Sensibilität hast Du mir gegeben,
ein wesentlicher Teil in meinem Leben.
Ohne Sie wäre vieles leichter,
doch sicherlich auch sehr viel seichter.

Geben könnte ich meinen Lieben nicht viel,
und geben ist mein erklärtes Ziel.
Es klappt zwar nicht immer, doch manchmal recht gut
und das Denken an Dich gibt mir dabei Mut !

So hoffe ich und glaube irgendwie daran,
wir sehen uns wieder irgendwann…
Dann kann ich Dir endlich Face to Face sagen,
wie sehr ich Dich vermisste an manchen Tagen.

Ich hoffe Du siehst mich…von irgendwo…
und das was Du siehst, macht Dich irgendwie froh.
In Liebe Dein Sohn