Category Gesellschaft

Knecht Ruprecht

Von irgendwo da komm ich wohl her,
ich darf euch mitteilen, das Reden fällt mir schwer.
Hab dieses Jahr so viel Irrsinn mitbekommen,
fühl mich wahrlich richtig gehend benommen.
Hab nun aufgehört ständig Fragen zu stellen,
will mich bewusst um die grausige Erkenntnis prellen.
Der Mensch erscheint mir gänzlich orientierungslos,
er legt die letzten Fratzen seiner Dämonen bloß.
Leider habe ich im Laufe der Jahrhunderte bemerkt,
dass die Fantasie Ihn immer wieder bestärkt,
sich neuen Wahnsinn auszudenken,
deshalb wird er sich und anderen
wohl weiterhin nichts schenken.

Doch im Dunkel hab ich immer wieder ein Blitzen erkannt,
dass tatsächlich nie für lange verschwand.
Die Liebe allein ist die Quelle dieser Energie,
deshalb scheidet in mir die Hoffnung nie,
dass sich doch noch etwas zum Guten wenden kann
und ich bitte euch deshalb glaubt auch mit daran.
Lebt in euch und um euch unmittelbar,
die Liebe und macht das Wunder des Lebens wahr.
Die Kunst allein ist leben und leben zu lassen
und Augenblicke zu gestalten bevor sie verblassen.
Ergänzt durch innere Dankbarkeit,
generiert sich respektvolle Zufriedenheit.

Und so wünsche ich euch die Kraft für stete Reflexion,
denn sie hält Entwicklung bereit als euren Lohn !!!

Alles ist möglich …

Es ist alles möglich, weil schon
lang nichts mehr geht,
denn völlig unabhängig von Ahnung,
alles fällt oder steht.
Ziemlich nah am Rand scheint
nun der Anfang zu liegen
denn wer alles verliert,
der mag alsbald siegen.
Aus dem Überfluss kann so
endlich Energie entstehen,
wenn sich Selbstverständlichkeiten
nicht mehr gegeben sehen.
Also lass ich mich mit vorfreudigem
Graus darauf ein,
alsbald ein „zerstörter“ Entwickler zu sein.
Doch ein bitterer Geschmack scheint meine Seele zu durchfließen,
weil Ausnahmen anderswo
einen Nutzen daraus genießen.
So möge es denen, die nicht im gleichen Boot mit all den andern reisen,
die zum Bersten gefüllten Krägen
möglichst qualvoll zerreißen

Lieder

Immer wieder,
die gleichen Lieder,
die sie auch damals sangen
als zwar differente Melodien erklangen.
Doch sind die Texte gleich geblieben,
man hat sie schnell ins Fleisch getrieben, denn durch Ängste schüren,
lässt sich leichter führen.
Jedoch kann aus Furcht
schnell Panik werden,
dann entladen sich Energien aus dem Zentrum der Herden
und die Gefahren die daraus entstehen, lassen sich wahrlich nicht vorher ersehen.
Also entweder ein bewusstes
Spiel mit dem Feuer
oder das versehentliche Erwecken
alter Ungeheuer ….

Lebensfischer

Ich gewinne endlich Geschwindigkeit um zur Ruhe zu kommen,
denn die Stille im Außen hat mich Innen aufgewühlt,
hab all meine Kräfte im Strom der Konformität verschwommen,
so hatte ich mich meiner wahren Empfindung entfühlt.

Werde allen künstlichen Lack von meinen Gedanken wischen,
die mehr und mehr meinen natürlichen Glanz ersticken,
muss mich zurück erziehen im eigenen Trüben zu fischen,
um die Tiefe meiner Wahrheiten wieder zu erblicken.

Erguss

Nichts
Festgehalten
um alles loszulassen,
sehe ich schwarz/weiße Konturen
in Farben verblassen.
Will mich im Innen öffnen um mich
nach Außen zu verschließen,
so kann sich freies Leben
in Gefangenschaft
ergießen.