Category Frängisches

Fränkische Weihnacht

Eds isses dadsächlich scho widder so weid,
mir sin middn drin in der Vorweihnachdszeid,
Blädsler baggng, alles schee schmügng,
Gschgengla kaufm, die Danner in ihrn Ständer drüggng.

Lebkoung und Baumkuchng
fleissich broniern,
die Waach werd zwischn de Dach dann sicher kollabieren,
drauf gschissn weil Weihnachdn a
is blos amal im Jahr
und es in zwansich s scho seldsam war.

Des bleede Koronna hads uns
a des Jahr versaud,
so werd hald einfach nur mehr
auf die Kackng haud.
A bissler mehr Schoggolad
und mehr Jächer im Dee,
da mach mers und hald drodsdem schee.

Von am Wierus lass mir uns
gans sicher ned gwäln,
an leiblichm Wohl werds uns sicher ned fehln.
Also woll mer uns richdich
auf des Fesdler freun
und des Schlemmen am End
a ned wergli bereun.

Hab a scheene Zeit und lassds
Euch gud ergehn
und ned vergessn…
immer sche zueinder stehn…

Bassd scho / Alles fein …….Frängisch / Hochdeutsch

Edserdla bin i scho mehr als fuchzich Järhla,
kahl am Kubf, überhabds kanne Härla.
Die Bahner duns a nimmer so richdich wie´s solln,
also alles eher weng ruicher als schdändich in die Volln.

Die Bannscheim hab a scho gräfdich gliddn,
Brodeesn hams mer a schon a baar in mein Körber neigschniddn,
doch was soll ich eich saang,
ich kann mich fei wergli überhabds ned beglaang.

Weil ald wern ja des wolln se alle,
doch dabbsn allaweil nei in die Falle,
weil alds sei, na des wolln´s dann lieber ned,
Erwardung und Realidäd is manchmal echd a gscheids gfredd.

Ich bin saumässich dangbar für des was war
weil mei Lem des war und is echd wunderbar.
Und könnerd ich mich morng a überhabs nimmer buggng
und die Radiesler dadsächlich von unten anguggng…

…däd ich meine Liebm und dem Herrgodd von Herzn dangng
für a richdich feins Lem, bragdisch gänslich ohne Schrangng.

Übersedsung/Übersetzung:

 

Jetzt bin ich schon mehr als 50 Jahre,
völlig kahl am Kopf, keinerlei Haare,
die Beine tun auch nicht mehr so wie sie sollen,
deshalb lieber ruhiger, als ständig in die Vollen.

Die Bandscheiben haben auch schon kräftig gelitten,
Prothesen hat mir auch schon einige in den Körper geschnitten.
Doch was soll ich euch sagen,
ich will mich nicht beklagen.

Denn alt werden wollen sie wirklich alle,
doch treten dann immer wieder in die Falle,
denn alt sein wollen wir dann lieber nicht,
Erwartung und Realität decken sich nicht  (frei übersetzt :))

Ich bin unendlich dankbar, für das was war,
mein Leben war und ist einfach wunderbar.
Und könnte ich mich morgen auch gar nicht mehr bücken,
würde die Radieschen von unten beglücken (frei übersetzt :))…

…würde ich meine Lieben und dem Herrgott von Herzen danken,
für unser Leben, praktisch gänzlich ohne Schranken !

Innerliche Zufriednheid

Wenn mei naggerder Körber dann am End
auf dem kaldn Blechler liechd
und mei Seel über mei
schderbliche Hülln drüber fliechd,
dann wünscherd ich mir, ich könnd
innerliche Zufriednheid emfindn,
weil wecher mier musdn sich
kanne Leud im Elend windn.

Ich hab die andern sche lem lassn
und selba a goud glebd
und ham ned blos zu meim
eichner Fordeil gschrebd !

Wirrwarr aus den Herzen

Ihr seid die Quelle all meiner Energie, denn ohne euch wäre ich schon lange in die Knie… gegangen, in meinen Ängsten in mir, nicht nur gefangen, sondern geneigt dazu, Euch mit hinunter zu ziehen, um kopflos dieser wert- und sinnbefreiten Welt zu entfliehen.
Ohne Euch gibt alles keinen Sinn, nur mit Euch ergibt sich der wahre Gewinn.
Lasst uns weiter als eine Einheit agieren,
uns gegenseitig davor bewahren, nicht zu kollabieren und dabei nicht vergessen auf uns selbst zu achten, bevor wir indirekt nach des anderen Energien trachten…Gerade in meinem Falle … mir bitte unbedingt den Riegel vorsetzen, will nicht Gefahr laufen Euch dauerhaft durch mich zu verletzen.
Danke für uns und den Energietransfer,
ich lieb Euch mit jeder Lebensminute noch mehr !

Ka Fraach ….

Ans is klar da gibds ka Frach,
geniesn solldmer jeden Dach,
Weil schnell is gar, is Lem vorbei,
dann lengs di in a Kissdler nei.

Wasd ned erlebbd hasd bis dahin,
des griggsd danach a nimmer hin.
Die Zeid is kurz, rasd echd wie debberd,
Heud bisd born und morng hads gschebberd.

Dann kommd der Düb mid seiner Sensn,
und zeichd dir gans klar deine Grensn.
Er machd da gar kann Underschied,
obsd bees warsd oder eher lieb.

Egal ob arm egal ob reich,
bei Ihm ja da sin alle gleich.
A wurschd ob huebsch, vielleichd ja hässlich,
er hold uns alle, gans verlässlich.

Obs Lem gud war oder schlechd,
machd Ihm nix aus, is Ihm grad rechd.
Des Buch des Lebms schlächd er zu,
und dann hasd auf ewich Ruh.

Weil kaum erbliggsd des Weldnlichd,
is scho gschriem des End der Gschichd,
Die ledse Seidn schdehd scho fesd,
Unds lem… is vom Buch der Resd.

Am Zeidbungd lässd sich bschdimmd nix kibbn,
doch am Verlauf kannsd scho weng dibbn.
Die Richdung und da glaub ich dran,
kommd ganz schdarg auf an selber an.

Mein gans persoenlichs Ziel am Schluss,
dass ich nix bereun muss,
Mein Umweld solld ned gliddn ham,
dann koenners mich beruichd vergram.

 

Dichder

A Dichder ja des wär ich gern,
wolld`s eigendlich scho immer wern.
Doch von der Hand in Mund zu lem,
wird mir auf Dauer a nix gem.

Drum reim ich einfach vor mich hin,
und lern wie ich dief drinnen bin.
Redn du ich zwar gern und viel,
doch oft a ohne Mas und Ziel.

Fürs Dengn bleibd  dann meisd ka Zeid,
dann schweif ich ab und des gern weid.

Doch wenn er schreibd,
is was Ihm bleibd,
der Gedange der Ihn dreibd.

Manchmal lern ich mich selber kenner,
kann mei Broblem dann gnau benenner.
Auch reim ich gern auf meine Leud,
in der Hoffnung das die des freud.

So is mei neuer Zeidverdreib,
a bissler was, was übrich bleibd.
Und machd manchmal ned blos mir Spass,
sondern gibd a de andern was.

Deshalb lass ich den Schdifd ned liegn,
baar Reimler werd ich noch zamgrieng.

Dankbar daneben Teil 1…

Und ist bei mir auch manchmal eine Schraube nicht fest,
mich dies nicht verzweifeln lässt,
denn ist nur für meine Umwelt ein Test,
für mich dagegen ist es ein inneres Fest !

Wenn ich Sie irgendwann, tatsächlich, nicht mehr alle habe,
habe ich dann eventuell mehr Spaß, bis zum allerletzten Tage ?

Fängt mein Leben, gerade dann, erst an,
wenn ich den letzte Schuss nicht mehr hören kann ?

Ist der Verstand erst einmal maßgeblich ungeklärt,
lebt sich´s dann nicht feiner, weil ungestört ?

Wenn eines der Räder ab ist und auf nimmer wieder sehen fort,
transportiert sich dann der Geist an einen kreativeren Ort ?