Category Virtuelles

Herzbrand im Seelengrab

 

Mein Herz, es hat sich wund geschlagen,
meine Seele sich in sich zu Grabe getragen,
die Gedanken schwarz, gänzlich ohne Farben,
der Geist schlägt sich täglich neue Narben.

Die Hoffnung will sich gänzlich lösen,
weil die Realitäten nur noch Furcht einflößen.

Dem Geist war Zuversicht alsbald nicht mehr bekannt,
die Gedanken ertranken ohne Aussicht auf Land
und als mein Gebüt völlig farblos im Dunkel verschwand,
ist mein Herz im Seelengrab, qualvoll verbrannt
!

Sehnen und Sucht

Wann wird das Sehnen zur Sucht,
wann wird die Sehnsucht verflucht.
Wer bestimmt bei welcher Intensität,
das Eine ins Andere übergeht ?

Fakt ist sich zu Sehnen darf
auch gerne mal schmerzen,
kann gerne mal reiben und kratzen
am Herzen,
doch wird die Seele irgendwann
zu stark involviert,
wird schnell zu einseitig
und zu extrem a(ge)giert !

 

Freiheit

Wird der Dämon,
der mich von innen verzehrt,
der mich,
mit seinen Verdauungssäften,
klebrig verteert,
es tatsächlich vollbringen
mich in Gänze zu verschlingen
und kann Ihm so die Flucht
in die Freiheit gelingen ?

Oder darf ich, als sein Gefäß,
bis zum jüngsten Tag leiden,
um auf alle Fälle, erfolgreich,
seine Geburt zu vermeiden ?

Balance Akt …deep inside myself

Den Balance Akt um meine Wahrnehmung habe ich heute zwar nicht zum ersten Mal, aber definitiv noch nie in dieser Intensität verloren.
Ich hatte mich voll Vorfreude der Melancholie ergeben.
Die sonst verschlossenen Tore meines allerinnersten Bewusstseins, wurden durch einen kaum wahrnehmbaren, eisigen Windhauch, aufgestoßen, um in unbekannten Tiefen erkundet zu werden.
Das Rufen, tief in mir, war so intensiv, dass ich mich, ohne nachzudenken, dem Drang ergab…
in mir nach dem Rechten zu sehen.

Im dunklen Gewirr der verschlungenen, kaum sichtbaren, Trampelpfade wurde mir bewusst, dass diese Wege in vergangenen Zeiten, wohl bereits einmal begangen worden sein mussten  !
Als ich mir den Möglichkeiten dieses Ausfluges in aller Vehemenz bewusst wurde, konnte ich den Luftzug, dem ich bis hierhin gefolgt war, nicht mehr wahrnehmen und stand plötzlich meinem tieferen, früheren, Ich, völlig hilflos ausgeliefert gegenüber.
Mit seinem selbstverliebten Grinsen, dem völlig irren Blick und den wie von Teer schwarz, klebrig, tropfenden Händen, kam es mir, zu meinem größten Schrecken, doch sehr vertraut vor.

Plötzlich erkannte ich, dass die zäh tropfende, leblos, schlafe Hülle, die er über den Armen liegen hatte die dunkle Seite meiner Seele darstellte, die er aus uns herausgerissen hatte.
Als er außerdem mit sonorer Stimme erklärte, dass dies nur ein kleiner Teil unserer verrotteten Schattenseelenseite sei und die Arbeit erst begonnen habe, ergriff mich panische Angst.
Ich rannte kopflos in die entgegengesetzte Richtung in der ich den wegweisenden Luftzug erhoffte.
Es lachte nur in meinen Rücken und rief mir hinterher, dass er nun eine unendlich Zeit diese grausame Arbeit alleine verrichten müsse und ich mir mit meiner Flucht keinen Gefallen täte.
Denn sollte er nicht schnell genug vorankommen, würde die dunkle Seite die helle Seite irgendwann kompensieren, was das bedeute, könne ich mir wohl selbst sehr gut vorstellen.
Ich hörte nur noch Wortfetzen als ich völlig unerwartet direkt vor dem Tor stand, durch das ich eingetreten war.

Ich rannte hindurch, warf es hinter mir zu und vergewisserte mich, dass es tatsächlich verschlossen war.
Als ich, Trance trunken, wieder zu mir zurück fand, war ich unsagbar dankbar, mich auf meinem Sofa wiederzufinden.
Es war kurz vor 23.00 Uhr und ich saß alleine im Dunkel.
Erleichtert ging ich ins Bad, um mich entsprechend meinem Abendritual, zu später Stunde noch zu rasieren.
Als ich mich ganz bewusst und übermäßig lange im Spiegel betrachte, sah ich nur das etwas verbrauchter als sonst aussehende Gesicht, das ich im Laufe meines Lebens zwar nicht lieben aber doch akzeptiert gelernt hatte.
Geistig schon im Bett, schnitt ich mich, wie immer dann, wenn die Klinge fast schon zu stumpf ist, um Ihre Dienste sauber tun zu können, hinter dem rechten Ohr.

Langsam und träge quoll aus dem kleinen Ritzer ein einzelner dicker Blutstropfen, der nach einem fast endlos erscheinenden Augenblick ins Becken tropfte.
Als ich, weiter auf meine Rasur konzentriert, versuchte, den Tropfen mit der Hand zu verwischen, um Ihn schneller abfließen lassen zu können, gefror mir zum zweiten Mal innerhalb weniger Minuten das Blut in den Adern.
Der Tropfen verteilte sich zähfließend zwischen Becken und Fingern und das Wasser perlte von der Substanz förmlich ab.

Ich blutete Teer…!

to be continued….

Ego

Manchmal könnte mein Ego
ruhig ausgeprägter sein,
denn generell halte ich mich
selbst gern klein !
Fraglich allerdings bleibt…
wann ist der Level erreicht,
in dem es dann für Eigenreflexion,
gar nicht mehr reicht ?

Seid bereit …!

Der Blick in die Zukunft
fällt mir grad noch schwer,
hat die Vergangenheit doch noch…
Gewicht, so sehr.
Drum sammle ich Energie
und bin dann hoffentlich bereit,
für die sich definitiv verdichtende
Neustart -Zeit !

Eisnixen / 4ter Teil des Horrorgedichtes

Als wir von einer eisigen Bleibe
zur nächsten zogen,
der metallische Blutgeruch
war kaum verzogen,
hielt mich stets möglichst nahe bei Ihr auf,
in der Hoffnung unser Schicksal fand, irgendwie seinen Lauf.

Fast jeden 3 Abend
mussten wir weiter ziehen,
vor den Menschen
und Ihrer Rachsucht fliehen,
irgendwann war eine der Kreaturen
schwach geworden
und konnte aus Mitleid Ihre Beute,
partout, nicht ermorden.

Und so konnte es zum ersten Mal
seit vielen Generationen geschehen,
eine Eisnixe ward von
einem Überlebenden gesehen,
dieser hatte sich geschworen grausame Rache zu nehmen
und auch der Hass meiner eigenen Familie war nicht mehr zu zähmen.

Nachdem sie zuerst dachten
es wäre ein Unfall gewesen,
ließen sich kurz darauf die Mutmaßungen
in der Zeitung lesen.
Und nachdem meine Leiche
niemals zu finden war,
stellten sich ihre Realitäten nun different dar.

So hatten sie sich
all den anderen angeschlossen
und das erste Blut ward bereits vergossen.
Sie hatten eine der Nixen, nachts,
am See ergriffen
und direkt am angrenzenden Kiesweg
zu Tode geschliffen.

Die so enthäutete Leiche ließen Sie am Seerand liegen,
sollten sich die verbleibenden Monster
durch ihre eigene Angst besiegen.
Doch am Ende konnte diese Brutalität
keinen Effekt generieren,
denn es ließ sich nur aus den menschlichen Körpern die nötige Energie extrahieren.

Und so setzte sich
ein blutiger Kreislauf in Gang,
auf der einen Seite aus Hass,
auf der anderen aus Zwang.
Und obwohl ich mich noch immer teilweise menschlich empfand,
war mir gänzlich nicht klar
auf welcher Seite ich stand….

 

Tbc

Nebel der Kommunikation

Viele erfuhren es, tatsächlich,
durch blankes Probieren allein,
interessiertes Nachfragen kann wahrlich.
sehr hilfreich sein,
denn so lässt sich ein Nebel in der Kommunikation, ganz leicht lichten,
Unterlassung dagegen kann bewusste,
sehr schnell, gänzlich, vernichten !