Category Mystisch

Ultrakurzgeschichte „Seelenopfer“

Am Grund meiner Seele hatte ich
mich als Opfer dargebracht,
verbrachte dort blutend Nacht um Nacht,
in der Hoffnung diese Gabe
möge Erlösung bringen,
während ich qualvoll sprang
über unzählige Klingen.
Doch letztendlich war ich leidend
aber sinnlos gegangen
und keinerlei Engel am Ende für mich sangen,
die Schar der Dämonen
die mich ausgetrickst hatten,
frassen sich an meinen Resten satt,
um die Wette mit den Ratten…

Traumwelt

Fast schon halb hinüber gegangen,
mit der anderen Hälfte festgehangen,
merke ich wie mich mein Geist verlässt,
doch klammert er sich noch krampfhaft fest.
Angenehm erschöpft lass ich ihn dann doch entgleiten,
in des Schlafes unendliche Weiten.
Dieser Moment zwischen der einen und der anderen Welt,
mit wahrlich immer besonders gut gefällt.
Denn tatsächlich jedesmal wenn wir in der Traumwelt entschwinden,
ist es nicht selbstverständlich, dass wir unkompliziert zurückfinden.

Mondritter Teil 2

Heute Nacht konnte ich sie dann
tatsächlich sehen,
erspähte sie in Formation auf dem Schlachtfeld stehen,
dank des Schnees und des Mondes
der in voller Pracht stand,
hatte ich sie dort am Waldesrand erkannt.

Ihre weißen Rüstungen glänzten
im Licht des Mondes hell
und die Schimmel auf denen sie saßen
ritten schnell,
direkt dieser finsteren wirbelnden
Wolke entgegen,
aus der grauenvolle Schreie erklangen,
doch sie blieben verwegen.

Während einer nach dem anderen
in ihr verschwand,
hörte ich den Schreien zu,
furchtvoll und doch irgendwie gebannt,
nach einer schier unendlich
scheinenden Zeit,
öffnete sich der Nebel der Wolke dann
ein Stück weit.

Der Anblick der sich ergab
ließ mir das Blut in den Adern gefrieren,
überall verstreut Kadaver von Rittern, Dämonen und Tieren.
Das Schlachtfeld schimmerte in einem fürchterlich subtilen Rosaschein
denn das Blut drang unaufhörlich in den blütenweißen Schnee hinein.

In der Mitte stand Satan
umringt von seinen Dämonenschergen,
befremdlich umhüllt von metallisch glitzernden Rüstungsbergen,
bis auf wenige waren alle Ritter gefallen
und anstatt Schreien hörte man jetzt nur noch höhnisch, boshaftes Lachen erschallen.

Plötzlich färbte sich der Mond
in ein purpurnes Rot,
wenn der letzte Ritter fallen sollte,
geriete die Welt gänzlich aus dem Lot.
Ich konnte den Fürsten der Finsternis triumphierend einen Körper erheben sehen
und die Dämonen die letzten Ritter
förmlich in sich niedermähen.

Das Gemetzel sollte wohl alsbald
seinen Höhepunkt erreichen
und die restliche Liebe der Menschen, auf ewig der Dunkelheit des Teufels weichen.
Doch auf einmal ward ich einem
gewissen Leuchten gewahr,
dass offensichtlich dem zuckenden Körper
in seinen Bratzen entwichen war.

Von meiner mitfühlenden Seele und meinem Herz gesteuert verließ ich das Haus
und bewegte mich langsam aber stetig direkt auf das Schlachtfeld hinaus.
Vor mir hinter mir und überall
um mich herum,
wurde alles lautlos und selbst das siegende Böse wurde vollends stumm.

Von überall her kamen
plötzlich Menschen gelaufen,
so wurde stetig aus einzelnen Wenigen ein immer größerer werdender Haufen,
der bald nicht mehr zu überblicken war
und so vergrößerte sich zusehends
die Menschenschar.

Wir alle strömten direkt den Toten Leibern der gefallenen Ritter entgegen
begannen sie in Gruppen aufzuheben,
und als würden sie
über dem Boden schweben,
schien das Mitgefühl der Menschen,
sie tatsächlich wieder zu beleben.

Unmittelbar standen wir mit den
Mondrittern Seite an Seite
und sichtbar wenn auch
in planetarischen Weiten,
hatte der Mond seine
unnatürliche Färbung verloren
und hatte sich in sein silberstrahlend Weiss zurück geboren.

So hatte der Mond das Schlachtfeld unmittelbar und gänzlich strahlend erhellt
und verbrannte mit seinem reinigenden Licht, einen Großteil der hasserfüllten
Brut der Unterwelt.
Der Geruch des verbrannten Fleisches hatte den Fürsten ängstlich den Körper
fallen lassen
und er konnte die Wende seines vermeintlichen Sieges, sichtlich ungläubig, nicht erfassen.

Der wiedererstarkte Ritter trennte ihm daraufhin die Linke Hand direkt vom Arm
und die restlichen Dämonen schrieen zeitgleich wie ein schmerzender Schwarm.
Sie scharrten sich um ihren Herren und ließen sich direkt vom Boden verschlucken,
man sah sie in den sich auftuenden Ritzen nur noch panisch ins Erdreich zucken.

Ritter und Menschen hatten sich somit gegenseitig gerettet
und ihre gemeinsame Zukunft auf eine fruchtbarere Basis gebettet.
So hatten letztendlich die Menschen selbst die Brut des Bösen in die Knie gezwungen
und sie mit Ihrer Liebe und ihrem Mitgefühl niedergerungen.

Also können wir nun tatsächlich zuversichtlicher in die Zukunft sehen,
doch ganz sicher werden die Schlachten
nie zu Ende gehen,
solange Missgunst und Hass im Wesen des Menschen weiter bestehen !

Gemeinschaftspost Instagram

Wieviel Dämonen lass ich in mir wohnen,
bevor sie mich meiner selbst entthronen ?
Von innen zerfressen von Ihnen besessen ,es werden stetig mehr ,als wenn sie sich klonen.
Je mehr wir kämpfen uns dagegen stemmen,
desto subtiler wollen sie uns hemmen.
Wollen fein und doch rau ,wie ein Uhrwerk peinlich und genau, die Nacht radikal an sich reißen, mit brachialem Akt Besitz von mir ergreifen.
Doch ich bin auf der Hut, lecken sie auch in unsagbarer Wut, immer wieder mein bereits krustendes Blut, ich kämpfe ,schneide Fangarme ab ,mit Schwertern die ich in mir geschmiedet hab ,aus Krusten entstehen Narben,sie verschließen sich und damit ihr Portal , kommen nicht durch ,längst nicht mehr überall.
So sind sie gebannt, ich bin ausgeblutet,
hat mir das Gemetzel zu viel zugemutet…?Muss enstellt durch mein künftiges Leben gehen, ob jede Narbe hält wird man dann erst sehen, doch ich hab die Hoheit in meinem Leib jetzt wieder, zurückgedrängt Dämonen tut mir Leid
…sobald kommt ihr nicht wieder!

„Charon“ …Mythologischer Ausflug !!!

Charon bitte nimm diesen Obolus von mir,
über den Fluss Styx reisen wir,
Du bringst mich in eine andere Welt,
in der der allerletzte Groschen fällt.
Alle Güter lasse ich in der alten zurück,
ich setzte auf das falsche Glück.
Denn im Hades ist es hier nichts wert,
im Ernstfall würde mir sogar
die Überfahrt verwehrt.
Kein Geld der alten Welt könnte mich
als Schatten erretten,
wenn sie mich nicht bestattet hätten.