Category Tief in mir

Entrückt

Ich lehn mich zurück
und genieß ein Stück,
vom selbst gemachten Glück.

Hab mich hingegeben,
liebe dieses Schweben,
lass mir gerne in andere Sphären heben.

Verdunkle mich von innen,
lass mich im Leid Energie gewinnen,
mag so gern in meiner Selbst verrinnen.

Will mich im hinterletzten ich verstecken,
salzige Tränen aus mir schmecken,
und lang vernarbte Wunden lecken.

Hab die Erinnerungen empor gehoben,
mein Sein ins damals zurück gebogen,
die fast vertrockneten Essenzen aufgesogen.

Subkutan direkt
ins Gedankenfleisch gespritzt,
das Narbenfleisch frisch blutig geritzt,
die Seelenwände überhitzt.

Musikalisch untermalt beginnen
sich Bilder zu strukturieren,
die eine gänzlich verklärte
Vergangenheit repräsentieren
und ich genieße es in
Melancholie zu implodieren.

Und so registriere ich entzückt
wieder einmal ist es mir geglückt,
ich hab mich der Realitäten
mit Selbstmitleid entrückt.

Entlähmt

Ich war losgezogen um nie ans Ziel zu gelangen,
hab mich in mir befreit um mich im Außen zu fangen,
habe völlig stumm fremde Lieder gesungen,
wurde aus freiem Willen zum Schreien gezwungen.

Konnte bis in die letzten Ritzen in mich sehen
und war in der Lage absolut nichts zu verstehen,
konnte den Samen euphorisch nicht säen,
um kurz darauf die Ernte lethargisch zu mähen.

Es war mir keine Freude auf den Gipfel der Gedanken zu sinken,
doch sollte es genießen in Ihnen völlig sinnfrei zu ertrinken.
Hatte meinem Herz alle Macht genommen
um in der Diktatur der Liebe anzukommen.

Hab mich leer geschrieben um mich sinnlos zu füllen,
mich gänzlich entblößt um mich optimiert zu verhüllen,
so konnte ich mir erfolglos die Bestimmung nehmen
und mich voller Instinkt restlos entlähmen.