Category Tief in mir

Seelenhülle

Die Hülle klemmt,
während sich die Seele von innen
nach außen stemmt,
Sie mag nicht mehr dort sein,
vermisst den einstmals so hellen,
warmen Schein.
Denn als das Herz erst erfroren war,
wurde all die Kälte, auf einmal, offenbar.
Und während alles aus dem Kern heraus begann zu erfrieren,
konnte die Seele allein die Finsternis
nicht kompensieren.
So bleibt sie gedanklich dem erlösenden Außen nachgehangen,
doch bleibt bis zum Tod des fleischigen Sarges im Innen gefangen …

Nirvana

Welche Glut wird wohl den Flächenbrand entfachen und wem vergeht dann wie, warum und vor allem wodurch das Lachen ?

Wird er am Ende in der Lage sein Reinigung zu bringen, oder werden die Massen ganz zum Schluss die alten Parolen
noch lauter singen ?

Den Funkenflug kann ich tatsächlich
schon ganz deutlich spüren,
möge er uns in naher Zukunft nur nicht
in ein dystopisches Nirwana führen

Mein Dortsein

Abgefackelt,
ausgebrannt,
tief ins eigne Dort verrannt,
denn das Dasein als
mein persönliches Pommerland,
viel zu lange in der Glut
der Selbstzweifel
stand.

Behastet, entrastet…

Fühl mich
so entspannt,
es stresst mich fast,
genieße die Leichtigkeit
doch ergebe mich der Last,
forciere voll Euphorie die Hast,
geh letztendlich auf
in erzwungener
Rast

Gegen Satz

Wenn ich zu hoch grabe
komm ich zu tief hinaus,
drum geb ich groß bei um nicht aufzufallen,
klein zu denken war mir niemals ein Graus,
drum werd ich mich weiter
an dem Größenwahn krallen.
Geh auf in erklärbarer Unerklärlichkeit
und bin fürs Bereit-Sein lang nicht bereit.
Den Weg der hinter mir liegt
will ich gern gehen,
kann nur in der Zukunft
mein Seelenheil sehen.

Also volle Kraft zurück
der Konformität entgegen,
ist es nicht herrlich den Gegensatz auszuleben ?

Kopfversteuert

Tatsächlich
bekomme ich es
mit zunehmenden Alter
wesentlich besser hin,
denn immer öfter ergebe ich tatsächlich (m)einen fast schon erkennbaren Sinn.
Allerdings habe ich früher nicht oder
seltenst danach gefragt,
so hat mich diese Unwissenheit
gar nicht erst  geplagt.
Mit den Jahren verloren ging diese Unbedarftheit
und leider auch ein wesentliches Stück meiner Lebhaftigkeit.
So versuche ich mich trotz
Kopf(ver)(ge)steuertheit
arglos zu definieren
doch kann eben leider nur ab und zu entsprechend bewusst naiv agieren.
Ob auch in dieser Disziplin
Übung den Meister macht,
wird hoffentlich im Laufe der Zeit noch bestätigend  hervorgebracht…

…wäre doch (gern) gelacht !