Category Ängste

Lyrikjuli Nachtragsreihe „Frei“

Frei zu sein ist mehr als relativ,
denn die Einschnitte der Selben gehen unterschiedlich tief.
Was uns alle verbindet
ist der Wunsch danach,
doch die Ausübung dessen liegt
ebenfalls different brach.
Was hilft ist tatsächlich
das Hirn einzuschalten
und zu versuchen sie im Rahmen der Möglichkeiten mitzugestalten.
Außerdem sehr förderlich im Wahrnehmungsverhalten,
lässt sie sich durch Demut gestalten.
In der Mitte aus beiden
kann sie hoffentlich entstehen
um nicht sukzessive in leeren
Worthülsen zu verwehen !

Lyrikjuli Nachtragsreihe „Schutz“

Schutzbedürftig ist tatsächlich jede Person,
doch Manche strafen dieses Grundrecht wahrlich mit Hohn,
denn sie sind mit der Zeit
zu den Henkern mutiert
und maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass die Welt sich zusehends radikalisiert.

Überspitzt

Wenn ich es dauerhaft schaffe die Realität völlig überspitzt ins Lächerliche zu treiben,
kann ich dann vielleicht noch eine begrenzte Zeitlang geistig unzerstört bleiben ?

Verschöpft

Ich kann die
Erschöpfung in mir
förmlich greifen,
bin nur noch bedingt fähig mich
auf den Beinen zu halten,
in mir als emotionaler Wüste kann
kaum mehr etwas reifen,
geschweige denn lässt sich
noch etwas, sinnvoll, mit gestalten.
Will mich ergeben,
um vermeintlich wieder
adäquater zu
leben
?

Entsozialisiert

Irgendetwas hat mich entsozialisiert,
denn ich fühl mich zunehmend anonymisiert.
Kann und will mich kaum noch
mit Menschen umgeben,
möchte mehr denn je in meiner
eigenen Blase leben.

Die von Stacheldraht geschützt werden will,
vor dem inneren und äußeren
emotionalen Overkill.
Doch die Zartheit dieser Blase mit
Stacheln aus Stahl zu kombinieren,
wird mich sehr wahrscheinlich sehr bald zurück in die Realität extrahieren.

Also genieße ich die Augenblicke in mir solange sie bestehen
und könnte mir recht gut vorstellen vollends in der Individualität zu vergehen…