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Macht (Poesie)

Macht kann man haben,
um Liebe hinaus in die Welt zu tragen.
Macht kann man haben,
um die Freiheit des Menschen zu untergraben.

Macht kann man nutzen,
um vermeintlich Bösem zu trutzen.
Macht kann man nutzen,
um den Begriff der Menschlichkeit massiv zu beschmutzen.

Macht kann man leben,
um das Leben an sich zu pflegen.
Macht kann man leben,
um nur für den eigenen Vorteil zu streben.

Manche schlagen alles
rücksichtslos in Scherben,
um, zwingend, Macht, weiter zu vererben.
Macht kann man erben,
doch wird am Ende machtlos sterben.

Was Macht tatsächlich mit Menschen macht
hat die Historie eindrucksvoll zu Tage gebracht.
Doch die Balance zu halten und sich
der Verantwortung bewusst zu sein,
kann und wird für alle,
das Zünglein an der Waage sein.

Denn zu jeder Zeit, trägt jeder von uns,
in sich, irgendeine Form von Macht
und hat es selbst in der Hand,
was wird mit dieser
hervorgebracht !

Büchsen Reibung

Wenn mir wieder einmal die Luft ausgeht,
weil sich alles in und um mich dreht,
wenn mein Umfeld sich nicht mehr reflektieren lässt
und mein Ich sitzt tief in sich selbst fest…

… dann reibe ich die Büchse mit dem Flaschen Geist,
der mir grundsätzlich neue Wege weist.
Denn dank Ihm kann ich in Parallele Welten fliehen
und mich der Kräfte zehrenden Realität entziehen.

Doch bedenke der Inhalt wird von Herz und Seele bestimmt
und Du entscheidest so welchen Verlauf das Öffnen nimmt.
Hass und Wut, Gier und Neid,
halten niemals schönen Inhalt bereit.

So reibe mit Vorsicht, reibe mit Bedacht,
sonst entfachst Du am Ende nur Pandora‘s Macht…

Zu spät…famos ?

Wer ist gefeit auf dieser Welt,
vor den niederen Zielen, wie Ruhm, Macht und Geld !
Doch liegen wir, ganz zum Schluss, auf der Trage, nackt und bloß,
sehen wir eventuell ein, das letzte Hemd …ist Taschenlos !

Zu spät…grandios…!

Was den Erwachsenen bald gänzlich fehlt,
ist das, was am Ende wirklich zählt.
Durch Paradigmen und Erlebtes geprägt,
wird der Instinkt sehr zeitig bei Seite gelegt.

Aus Angst abermals Enttäuschung zu erleben, verhindert man im Vorfeld schon das kleinste Beben.
Lässt sich auf keine Erschütterung mehr ein
und sieht dann, am Ende, noch enttäuschter ein…

…auch Vorsicht kann nicht vor Verzweiflung schützen,
warum auch die Ängste im Vorfeld nichts nützen.
Weis der Erwachsene und hält doch daran fest,
in der Hoffnung, dass es sich doch beeinflussen lässt.

Und so lernt er unweigerlich selten Gutes,
beraubt sich somit des eigenen Mutes,
tritt ein in seine Welt der Interpretation, Lebensqualität erhält er, so kaum, als Lohn.

Kann sich über Kleinigkeiten kaum mehr freuen, aus Angst davor es zu bereuen,
denn erzogen wurde er bereits von Klein auf,
nur mit Mehr, winkt Glück zu Hauff.

Würden wir die Welt mehr mit Kinderaugen sehen,
könnten wir in vielen Dingen, sicher, besser bestehen.
Das Schöne, Unbedarfte, in allen Facetten,
es ginge uns besser, darauf würde ich wetten !

Völlig frei von Paradigmen und Normen,
könnten wir unser Leben lebenswerter formen.
Nicht nur das eigene, nein auch das von Fremden, ließe sich so leicht zu Erfreulicherem wenden !

Neues, ohne Vorurteil, täglich neu zu erfahren, könnte uns vor vorgefertigten Handlungen bewahren.
Stets interessiert, lernfähig und offen,
würden wir niemals aufhören, weiter zu hoffen.

Würden die Dinge alle hinterfragen,
egal in welchen Lebenslagen.
Neugierig darauf ständig neues zu erleben, würden wir ständig nach weiterer Erfahrung streben.

Doch leider würde auch dieser Prozess darin enden,
je näher wir uns zum Erwachsensein wenden, erlerntes irgendwann zu interpretieren,
um am Ende viel weniger auszuprobieren.

Den goldenen Mittelweg hier zu finden,
wird uns unser ganzen Leben lang schinden.
Denn Vorsicht kann uns ganz sicher sehr vieles ersparen,
wird unseren Geist aber vor weiterer Entwicklung bewahren.

Beides ist gut und auch sicherlich richtig,
beides mal mehr und mal weniger wichtig.
Und so konnte ich leider abermals nur im Kreise reimen,
doch vielleicht können sich Instinkt und Paradigmen ja vereinen !