Category Sinnlichkeit

Dionysischer Appetit

Ausgeblutet
hab ich mich neu befüllt,
mich warm und feucht in blutige Watte gehüllt.
Herz und Seele haben das Rot angenommen,
endlich bin ich im tiefsten Ich angekommen.
Will dort bleiben und mich an mir überfressen,
denn ich hatte meinen eigenen Geschmack vergessen.
Fremde Eindrücke, geistig zu fett und schwer zu verdauen,
sollten mir dauerhaft die Selbstwahrnehmung gänzlich verbauen.
Nun hab ich endlich wieder Lust an mir empfunden
und werde nicht mehr enden,
mich euphorisch selbst zu verwunden.
Möge der Appetit zur Sucht mutieren,
dann kann ich an und in mir
dionysisch kollabieren.

„Treiss“ Instainspiration by @gedankenwenn

Heiß, so heiß,
sind meine Gedanken,
an Dich, sie kennen wahrlich keine Schranken,
völlig neue Welten eröffnet unser Wir,
drum ergeben wir uns immer wieder
der gegenseitigen Gier.
Doch neben all der körperlichen Reize
und der intimen Intensität,
Dein Vertrauen und Deine Hingabe
mich stets in andere Spähren weht.
Die Verbundenheit unserer Körper
und vor allem unsrer Seelen,
vermag in diesen Momenten der Realität
alle Bedeutung stehlen.
Diese Reisen in denen wir
dem Alltag entschweben,
wird es deshalb für mich,
in unserem gemeinsamen Leben,
ausschließlich zwischen
unser beider Existenzen
geben

 

Seelenpflaster

Du bist mein Seelenpflaster,
mein größtes Laster,
zähmst mein inneres Tier
weckst die Gier in mir,
kompensierst was fehlt,
bist alles was zählt.
Du hast mich aufs Wesentliche fokussiert,
durch Dich wurde ich zu Allem animiert,
dank Dir hab ich endlich Erdung erfahren,
so kannst Du mich stets vor der Realität bewahren.
Mit Liebe füllst Du alle entstehenden Zwischenräume
Du bist und bleibst die Frau meiner RealTräume.