Category Zeit

Federnflug inspiriert by @sanni.sonnenstrahl

Immer wieder hab ich morgens
Federn im Mund
und verstehe nicht wirklich
den Hintergrund.
Mal sind sie schwarz dann wieder weiß,
gelegentlich Körper warm,
dann wieder kalt wie Eis.

Ein direkter Zusammenhang mit den Nächten ist nicht von der Hand zu weisen,
denn immer dann wenn die Gedanken und Erlebnis extrem an mir reißen,
sind die Morgen umso
stärker Federn beladen
und mittlerweile traue ich mich fast,
eine Vermutung zu wagen.

Sind die Federn eher schwarz
und unter temperiert,
startet der Tag meist voller Angst und gänzlich unmotiviert.
Fallen dagegen morgens warme, weiche, weiße Federn ins Becken,
darf der Tag meist voll Zuversicht und Hoffnung stecken.

Heute Nacht werd ich mir erstmals
den Wecker stellen,
in der Hoffnung ich werde in der Lage sein, mir ein Urteil zu fällen.
Denn wenn mein Körper dann in einem Zustand zwischen Schlaf
und wach sein besteht,
werde ich hoffentlich verstehen was nachts so alles in mir vor sich geht.

Und prompt konnte ich
wahrlich Klarheit erlangen
und muss nun jede Nacht von
Neuem bangen.
Ich hatte im Zustand des Wachwerdens, innerhalb nur weniger Sekunden,
tatsächlich die Erklärung für
morgendlichen Feder gefunden.

Nicht jede Nacht aber in letzter
Zeit offensichtlich vermehrt,
zettelt eine Seite in mir einen Disput an,
dem sich die andere erwehrt.
Denn der  Kampf der Wesen
tief in meiner Seelenmitte,
gehört mittlerweile schon zur unregelmäßigen Sitte.

Und wenn das Licht sich dann also
gegen das Dunkel wehrt
oder die Finsternis die Hoffnung verzehrt,
werden am Morgen darauf die entsprechenden Federn erscheinen
und mir zeigen, wie gut oder schlecht es die jeweiligen Tage mit mir wohl meinen.

Denn entweder kann der Engel
des Lichts in mir obsiegen,
oder er wird nach dem Dunkelsieg zerschmettert in mir liegen.
Meine Gedanken allein können massiven Einfluss nehmen,
die Dunkelheit zu stärken oder
das Licht zu lähmen.

Doch ich habe das Gefühl dieser Zwist
in mir wird ewig währen,
immer wieder wird eine Seite
an der anderen zehren.
Und so bin ich heut morgen ins Bad gelaufen und hab ins Waschbecken geblickt,
um zu erfahren welcher Engel in mir hat mir für heute seine Nachricht geschickt.

Heute morgen dann bin ich entsetzt vor dem Becken zurückgezuckt,
denn ich hatte blutgetränkte, schwarz weiße Federn, nach außen gespuckt …

Freiheitlichere Freiheiten

Endlich entlärmt,
maximal temperiert durchgewärmt,
etwas hat mir das Herz
aus der Brust gebrannt,
ich schau auf das Brandloch in mir, schockiert und gebannt.
Eingeäschert mein glühendes Herz,
herzliche Leichtigkeit beschwert durch fürchterlichen Flammenschmerz.

Verkunft

In jeder
einzelnen erlebten Sekunde
ergiesst sich all unsere Lebenszeit,
denn im Vergehen und vergangen sein, spiegeln sich Zukunft
und Vergangenheit
!