Der Tänzer

Immer öfter stelle ich fest,
dass man mich nicht wie ich tanzen will, tanzen lässt.
Zwar redet man mir ein,
ich kann und muss, unbedingt wer ich will, sein.
Respekt, Toleranz und Individualität,
scheinbar in großen Lettern über aller Kommunikation steht.
Wenn ich dann aber aus der Reihe springe
und nicht nur die vorgegebenen Lieder singe,
werde ich im großen Stil diffamiert,
weil am Ende irgendwer bestimmt wie man kollektiv agiert.
Selbst einbeinig muss ich den Takt mithalten
um für das „Große und Ganze“ mit zu gestalten.
Grundsätzlich bringe ich mich nur zu gern mit ein,
doch schmeckt der Wein den man mir einschenkt lange nicht mehr rein.
Das „Ganze und Große“ scheint nur für oben zu gelten,
in der Mitte oder unten verschieben sich schlagartig die propagierten Welten.

Alternativ-Ende 1
Also bewege ich mich wie in Trance,
denn im Nebel hat meine Sicht keine Chance.
Achte tunlichst darauf nicht aus dem Takt zu gelangen,
denn sonst muss ich tatsächlich um mein Leben bangen.
Denn zu Tode getrampelt, kollateral,
bleibt der Weg das Ziel, wenn auch brutal !

Ende 2
So will ich denn bewusst meinen Takt ausleben,
um das System im Kleinen aus den Angeln zu heben.
Denn wenn es für mich selbst nicht mehr gelten kann,
fang ich endlich wirklich zu tanzen an !

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